1 – Die Geschichte, die mit Wasser begann (1972–1974)

„Hatice Kuru erzählt: Wir wuschen unsere Wäsche am Flussufer, die Kinder sprangen ins Wasser, und beim Sonnenuntergang hallte unser Lachen über das Tal.“

📖 DIE STIMME DES DORFES: „Damals wachten wir mit dem Klang des Wassers auf…“

Zwischen 1972 und 1974 wurde in Dereköy der Bau des Stausees abgeschlossen. Wasser wurde in das Bachbett geleitet, und davor wurden Dämme und Sperren errichtet. Die Dorfbewohner betrieben damals die landwirtschaftliche Bewässerung mithilfe von Dieselpumpen. Durch dieses System konnten rund 1000 Dekar Land (etwa 100 Hektar) bewässert werden.

In den folgenden Jahren wurde das Staudammprojekt realisiert. Das Wasser aus dem Flusslauf wurde durch ein modernes Bewässerungssystem gelenkt. Zwischen 2007 und 2009 errichteten das Landratsamt und die Provinzverwaltung gemeinsam ein geschlossenes Bewässerungssystem. Dadurch konnte die bewässerte Fläche auf etwa 4000 Dekar erweitert werden. Das geschlossene System leitet das Wasser unterirdisch über Rohre zu den Feldern – mit geringem Verlust und hoher Effizienz.

Der Fluss, die Lebensquelle von Dereköy, ist zugleich das namensgebende Element des Dorfes. Er fließt mitten durch die Siedlung und prägt sowohl den landwirtschaftlichen Rhythmus als auch die Struktur des Dorflebens. Früher gründeten Menschen ihre Dörfer bewusst in der Nähe solcher Wasserquellen, um Landwirtschaft und Viehzucht zu ermöglichen.

Ähnlich verhält es sich mit vielen Dörfern in der Region. Besonders in Uzunköprü und den umliegenden Dörfern entstanden Siedlungen häufig an Flüssen oder Teichen. Der Grund dafür liegt in der Lebensweise der eingewanderten Familien und Bauern, die Wasser als Grundlage für Ackerbau, Viehhaltung und ein nachhaltiges Leben benötigten. Es war ein Weg, sich selbst zu versorgen und die Lebensqualität zu sichern.

Bilder – Wasser und Leben in Dereköy

Dorfansicht am Fluss in Dereköy
Dorfansicht am Fluss in Dereköy
Landwirtschaftliche Bewässerung in Dereköy
Landwirtschaftliche Bewässerung in Dereköy